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De Kwade Hoek
Dieses Naturgebiet ist ein heute noch außerhalb der Deichanlagen liegendes Rückzugs- und Brutgebiet seltener Vogelarten der Küstenregion. Bei Hochwasser strömt das Meerwasser noch zwischen die Dünen. Ebbe und Flut, Sonne und Wind, Nebel und Regen sorgen dafür, dass die Kwade Hoek keinen Tag, keine Stunde dasselbe ist. Markierte Wanderwege und erläuternde Hinweistafeln bringen dem interessierten Besucher eine einzigartige Natur nahe. Erwartet wird neben der Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt ein kleiner Beitrag zur Deckung der Unterhaltungskosten, die der private “Verein Naturmonumente” trägt. Geführte Wanderungen mit sachkundigen Erläuterung organisiert auch der VVV.
Eine Vogelbeobachtungshütte mit Fernrohr bietet neben der Möglichkeit zur Tierbeobachtung - u.a. sind hier verschiedene Gänse- und Entenarten, Kormoran und Löffler, Uferschnepfe, Kiebitz, Rotschenkel und Wiesenpieper, aber auch Waldohreule und braune Rohrweihe heimisch - auch einen herrlichen Ausblick auf die Haringvlietschleusen.
Kwade Hoek - böse Ecke - nannten die Fischer von Goedereede das letzte Stück ihrer Heimreise wegen der verräterischen Strömungen und Sandbänke. Geologisch ist diese Landschaft sehr jung - erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, als Land anschlämmte und Dünen aufgeweht wurden. Aber darunter verbirgt sich eine Geschichte. Ein Chronist des 17. Jahrhunderts erzählt von einer alten, verfallenen Stadt, die einige hundert Jahre mit Sand überlagert war und deren Reste 1618 entdeckt wurden. Der bemerkenswerteste Fund, der hier gemacht worden sein soll, ist ein achteckiges Horn, ein altrömisches Blasinstrument.
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